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GOF – April 18

Draußen wird es immer wärmer trotzdem war das Team vom Medienprojekt GOQUEER wieder im TV-Studio und hat eine neue Folge ihres Formates GOQUEER ON FOCUS produziert. Wie immer gibt es Neuigkeiten aus der Welt, Deutschland und Sachsen-Anhalt.

Als Gast ist dieses Mal Iris von LGBT*–Referat „Dyke&Gay“ der Universität Magdeburg mit dabei. Des Weiteren erfahrt ihr queere Veranstaltungstipps für Sachsen-Anhalt und teilweise auch Deutschland weit.

Das Ergebnis sieht ihr Hier…

GOQUEER REVIEW – Verkehrsunfälle

Was kann man von einem Titel, wie „Verkehrsunfälle“ erwarten?

Wer hier an Sexpannen und lustige Episoden aus dem Schlafzimmer denkt, liegt sogar goldrichtig. Max Hold erzählt in seinem Buch einige besonders erwähnenswerte Episoden aus seinem langjährigen und sehr ausgefüllten Liebesleben. Wortspiele sind hier an der Tagesordnung: Suppe3000, Sportlich zu dritt, Versteckspielen, Horny horny horny, Statistik… Vieles scheint nur auf das Eine hinauszulaufen, aber was das Buch angenehm macht, ist das Drumherum und die Ausschmückungen. Vom Niveau lässt das Buch sämtliche Pornos glücklicherweise hinter sich zurück – zumindest in den meisten Geschichten. Vieles wirkt aber auch konstruiert. Auf Tiefgang darf man beim Lesen nicht hoffen, aber bei dem Titel erwartet das wohl auch niemand. Wer das im Hinterkopf hat und sich auf die Ebene des Humors einlässt, kann einige belustigte Abende mit dem Buch verbringen und nebenher sogar bei eins, zwei Liebesgeschichten mitfiebern.

GOQUEER ON FOCUS – Feb 18

Wieder ist es geschafft, wir haben die neuste Folge GOQUEER ON FOCUS im Kasten! Neben herunterfallenden Bildern haben wir wieder aktuelle Themen aus dem queeren Weltgeschehen für euch zusammengetragen und einen wunderbaren Gast auftreiben können. Ganz nebenbei haben wir unser Studio noch einmal vollkommen ungekrempelt, denn:
Was wollen wir? Coole Lichteffekte und tolle Möbel! Wann wollen wir das? Ab sofort!
Kein Problem, in dieser Folge von GOQUEER ON FOCUS könnt ihr unser Studio schon im nagelneuen Look bewundern!
Ihr könnt euch außerdem an News über Felix Jaehn, Britney Spears und noch einigem mehr erfreuen!

Zusätzlich haben wir Phillip vom Jugendnetzwerk Lambda Sachsen-Anhalt, der euch einiges über seine Arbeit im Netzwerk und über das Netzwerk an sich berichtet. Dabei lässt er keine Frage offen und versorgt euch mit ausführlichen Erklärungen, den anstehenden Events des Netzwerks und den neusten Infos über die laufenden und bald startenden Angebote seitens des Netzwerks.

Nun wären wir nicht wir, würden wir unseren Gast nicht auf die Probe stellen, aber wie das aussieht, schaut ihr euch am besten selbst an.

GOQUEER REVIEW – Siebzehn

Inhalt

Paula ist heimlich in ihre Klassenkameradin Charlotte verliebt. Diese ist jedoch mit Michael liiert und scheint im ersten Moment kein Interesse an Paula zu haben. Daraufhin lässt sich Paula auf ihren Klassenkameraden Tim ein. Tim hegt jedoch echte Gefühle für Paula, die ihn eigentlich nur als Ablenkung sieht. Schon bald wird ihr klar, dass das nicht funktioniert und möchte Charlotte wieder näherkommen. Auf einer Party kommen sich Charlotte und Paula endlich näher, sodass es fast zum Kuss kommt. Auch Charlotte wird nun bewusst, dass sie mehr für Paula empfindet. Somit trennt sie sich von Michael. Doch währenddessen verführt Lilli, eine Klassenkameradin, Paula. Die beiden verbringen eine Nacht zusammen. Aber schon bald ist ersichtlich, dass Lilli nur mit den Gefühlen von Paula spielt und erzählt in der Schule herum, dass die zwei eine intime Nacht hatten. Charlotte bekommt dies mit und ist verletzt. So entwickelt sich ein Konflikt/Streit zwischen Paula und Charlotte, indem sich die beiden das erste Mal gestehen wie sie füreinander fühlen. Auf einer Party stellt Paula Lilli zur Rede und ertränkt sie fast in einem See.

 

Pro/Kontra

Die Regisseurin, Monja Art, zeigt eine ganz neue Sichtweise auf das Thema Homosexualität. Für jede Figur im Film ist es selbstverständlich, dass zwei Frauen oder zwei Männer zusammen sein können. Somit lässt der Film hoffentlich in die baldige Zukunft blicken. Mit vielen eingestreuten Grafiken wie Social-Media Beiträgen oder Chat-Nachrichten bekommt der Film eine moderne Fassade. Auch Gedankensequenzen, die die gewünschte Situation der Protagonisten zeigen verdeutlichen und untermalen die Handlung. Ein moderner und positiver Film im Hinblick auf das Thema Homosexualität. Der Film endet mit einem offenen Schluss. Der Zuschauer weiß nicht, ob die beiden nun zusammen sind oder ihre eigenen Wege gehen. Dies ist ziemlich schade, da man den Eindruck hat, dass der Film eigentlich noch gar nicht zu Ende ist bzw. die ganzen geschehenen Handlungen zu keinem wirklichen Ergebnis führen. Ebenso wird der Konflikt zwischen den zwei Protagonisten ziemlich extrem dargestellt, obwohl die beiden sich vorher nie gesagt haben, was sie füreinander fühlen. Eine Szene, in der dies vor dem klarer wird wäre als Vorbasis für den Konflikt besser gewesen.

Hier Siehst du das ganze Video

GOQUEER ON FOCUS – Dez 17

GOQUEER ON FOCUS – ist eine queere Sendung aus Magdeburg. Jeden Monat mit den aktuellen Themen aus der Welt, Deutschland und Sachsen-Anhalt. In der Dezemberausgabe sind junge Akteure vom Jugendtheaterclub des Theater Magdeburg zu Gast im Studio. Sie arbeiten gerade an einem Stück mit dem Arbeitstitel “Fucking Amal”. Als Vorlage für das Stück diente der gleichnamige Jugendfilm aus dem Jahre 1998 “Fucking Åmål” in Deutschland unter dem Namen Raus aus Åmål veröffentlicht.

Im Film geht es um die Jugendlichen Agnes und Elin die beide in der Kleinstadt Åmål leben. Beide Mädchen könnten scheinbar nicht verschiedener sein: Elin ist das beliebteste und schönste Mädchen der Schule ist, währenddessen Agnes auch nach dem Umzug eine Außenseiterin geblieben. In der Schule munkelt man abfällig, dass sie lesbisch sei. Tatsächlich ist Agnes heimlich in Elin verliebt. Aber auch Elin ist anders als ihre Freunde. Sie möchte mehr vom Leben, als es in Åmål möglich zu sein scheint. 

Unter anderem erzählt der Jugendtheaterclub des Theater Magdeburg wie die Grundzüge des Filmes im Stück umgesetzt werden.

GOQUEER NEWS – Dez 17

GOQUEER fasst die wichtigsten queeren News des letzten Monats für euch zusammen. In der Dezember Ausgabe ist unter anderem mit dabei Öffnung der Ehe in Österreich, Grindr mit mehr Geschlechtern…

Wenn du noch mehr als  die queeren News erfahren möchtest, dann kannst du dir die ganze Sendung GOQUEER ON FOCUS auf unserem YouTube-Channel GOQUEER.TV anschauen

Jahrestag: 1. Jahr GOQUEER.TV

Wenn man es genau nimmt sind es schon 1 Jahr und 21 Tage. Am 04. Dezember 2016 fand unser erstes Treffen statt. Dort haben wir die Grundzüge, die Ausrichtung sowie den Namen des Projektes festgelegt. Wir haben unseren Jahrestag ein wenig Verpennt durch den ganzen Stress in der Vorweihnachtszeit. Aber besser Spät als nie 😉

Bildcollage 1. Jahr GOQUEER.TV

GOQUEER REVIEW – Holding the man

John und Timothy lernen sich in den 70er Jahren in der Schule kennen. Schnell verlieben Sie sich ineinander. Dass sie auch zu diesen Zeiten schon eine glückliche Beziehung mit allen Höhen und Tiefen führen können, zeigt der Film “Holding the man” von Neil Armfield. Robert von GOQUEER lädt derweil zu einer kleinen Filmvorstellung in sein Fernsehwohnzimmer ein. Was ist besonders schön an dem Film? Was überzeugt nicht so? Und welches tragische Schicksal müssen die beiden Liebenden am Ende durchstehen?

Jugendvideopreis 2017

Wir machen den 2. Platz beim Jugendvideopreis in der Kategorie Newcomer.

Noch vor einem Jahr hätten wir es niemals für möglich gehalten, dass wir mit dem Kurzfilm „Beloved Sam“ derartige internationale Bekanntheit in den sozialen Medien erreichten würden.

Am 26. November fand sich eine Vielzahl kreativer Köpfe aus Sachsen-Anhalt im Schauspielhaus in Magdeburg ein. Der Grund hierfür war die diesjährige Verleihung des Jugendvideopreises 2017 in den Kategorien Junge Teams, Newcomer, Fortgeschrittene, sowie die Vergabe des Publikumspreises. Insgesamt gab es über 90 Einreichungen, von denen 28 Filme nominiert wurden. Darunter fanden wir uns mit unseren Kurzfilm wieder. Dieser entstand im November 2016 in Zusammenarbeit mit Queerblick e.V. aus Dortmund.

Nach Stunden voll kreativer Unterhaltung und tiefsinnigen Beiträgen der Nominierten, war schließlich der Moment der Preisverleihung erreicht. Hierbei durften wir uns über den zweiten Platz in der Kategorie Newcomer freuen.

Die Jury lobte den Beitrag von uns vor allem für seine Botschaft. Diese beschreibt nämlich die Schwierigkeit schwuler Jugendliche, sich vor ihrem Umfeld zu behaupten und ihren Platz in der realen Welt zu finden.

Fotos: Hovhannes Martirosyan

Herz und Fuß

Autor: Anne Bax
Seiten: 288
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-88769765-5
Preis: 9,90 €

Buchvorstellung von Iris Banciu

“Herz und Fuß” von Anne Bax ist das erste Buch was ich von Anne Bax gelesen habe und es hat mich sofort überrascht, wegen der Art der Schriftstellerin trockenes Humor und Wortwitze zu benutzen, während sie eine nachvollziehbare und lebendige Geschichte erzählt.

Im “Herz und Fuß” geht es um eine Aufsichtskraft, Charlotte, die nach frühere Enttäuschung in der Liebe keine weitere romantische Beziehung eingegangen ist. Ihr Alltag besteht darin, ein Museum in ein Gasspeicher zu beaufsichtigen und manchmal über Liebe auf der Plattform des Gasspeichers zu träumen. Charlottes Alltag wird aber durch ein grausamen Fund am Arbeitsplatz zerstört, was allerdings auch ermöglicht dass eine neue weibliche Figur in ihr Geschichte eingeführt werden kann.

Das Buch „Herz und Fuß“ von Anne Bax ist ein Gernemix aus Thriller und Liebesgeschichte und ist der erste Roman der Schriftstellerin. Sie kann den lesbisichen Alltag und die Träume von Liebe sehr gut darstellen, so dass sich jeder Leser angesprochen fühlen kann.

Anne Bax macht den Leser sofort mit Charlottes Alltag und Gedanken vertraut, wodurch die Hauptfigur von Anfang an dem Leser sympathisch wirkt. Die Hauptfigur gewinnt an Komplexität durch die Beziehung zu ihrer Mutter. Einige Figuren werden im Gegensatz zu der Hauptperson nur wenig entwickelt. Sie wirken dadurch einseitig und blass. Ich sehe einige davon nur als Mittel zum Zweck für die Entwicklung der Geschichte. Das hat mich aber nur im Nachhinein gestört, als ich mir gewünscht hatte, weitere Werke mit diesen Charakteren lesen zu können.

Der Krimiplot der Geschichte ist ausführlich und plausibel ausgearbeitet. Die Aufklärung des Fundes am Arbeitsplatz ist der Schwerpunkt des Buches, währenddessen die Liebesgeschichte nur ein kleineren Teil annimmt und sich vorhersehbar entwickelt. Der Aufhänger des Buches bleibt von Anfang bis zur Ende die Hauptproblematik des Buches und entwickelt sich plausibel und gut rythmiert.

Die Liebesgeschichte zwischen Charlotte und ihrer neuen weiblichen Bekanntschaft erfüllt zwar einige Klischees, diese wird aber von der Schriftstellerin so entwickelt dass es mich wenig gestört hat. Die Problematik der Liebesgeschichte ist einer dieser lesbischen Klischees und gleichzeitig die größte Schwachstelle des Buches.

Persönlich kann ich dieses Buch sehr weiterempfelen. Es ist angenehm zu lesen, die Art und Weise wie die Schriftstellerin sich ausdrückt ist humorvoll und hat mir zugesagt. Die Geschichte ist spannend, weder der Krimiplot noch die Entwicklung der Liebesgeschichte zwischen Charlotte und ihren Schwarm ist langweilig. Am Ende des Buches wünscht man sich, dass Anne Bax schnell eine Fortsetzung veröffentlicht.