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Vorlesetag

news-vorlesenDer 26.11. ist offizieller weltweiter Vorlesetag – eine prima Gelegenheit, sich ein paar Geschichten anzuhören. Deshalb nehmen wir den Tag zum Anlass, uns kommenden Montag gegenseitig Geschichten vorzulesen und vorlesen zu lassen. Der Vorteil liegt klar auf der Hand: Es gibt kaum etwas schöneres, als bei dem grauen Novemberwetter gemütlich drinnen zu sitzen und sich in fremde Welten, andere Schicksale oder abenteuerliche Erzählungen hinein zu versetzen.

Wenn du selbst eine Geschichte vorlesen möchtest, zum Beispiel deine Lieblinghserzählung oder ein Stück Literatur, das dich besonders beeindruckt hat, bist du dazu herzlich eingeladen. Das Genre und der Text können beliebig gewählt werden. Die Vorlesezeit pro Geschichte sollte bei etwa 10 Minuten liegen und es sollte sich um einen Text in Deutsch handeln.

Fachveranstaltung: “Da bleibt noch viel zu tun..!”

news-nochvielzutunUns geht es mittlerweile richtig gut! Man kann offen schwul oder lesbisch leben, hat fast schon alle Rechte und an Politik oder Antidiskriminierungsarbeit denkt kaum noch jemand. Aber sieht das wirklich so rosig aus oder haben wir nur vergessen, die Rosa-Brille vom letzten CSD abzunehmen?

Andreas Unterforsthuber von der Koordinierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen in München kommt uns besuchen und wird uns zeigen, wie es in Wirklichkeit aussieht. So stellt er die Ergebnisse einer Befragung von Fachkräften der Kinder- und Jugendhilfe vor, die sich mit der Situation von lesbischen, schwulen und transgender Kindern, Jugendlichen und Eltern beschäftigt hat. So viel sei schon mal verraten: Es ist noch nicht alles schön und da bleibt noch viel zu tun!

Termin: 21. November 2012; 17 Uhr im Rathaus Magdeburg (Großer Ratssaal), Alter Markt
Eine Veranstaltung des LSVD Sachsen-Anhalt zusammen mit der Jugendgruppe ComeIN

Welche ist deine Lieblingsmusik?

news-musikabendWenn die Tage kürzer werden und man den Abend häufiger zu Hause verbringt, spielt oft die Musik eine wichtige Rolle. Jeder hat dabei seinen ganz eigenen Musikgeschmack und seine eigenen Lieblingslieder. Den kommenden Montag wollen wir zum Abend unserer Lieblingsmusik machen. Jeder bringt den in seinen Augen besten Titel mit und alle hören sich ihn an. Dabei ist die Musikrichtung egal. Wer mag, darf gern ein wenig zu seinem Song erzählen, wie zum Beispiel eine Geschichte, die damit verbunden wird, bestimmte Gefühle oder welche Bedeutung der Liedtext hat.
Die Musik kann als MP3 auf USB-Stick oder SD-Karte, als CD oder als Kassette (bitte schon an die richtige Stelle gespult) mitgebracht werden. Für andere Medien ist ein Abspielgerät mit 3,5mm-Klinken-Buchse mitzubringen.

Etwas anders geht’s weiter

news-nurAlle hetero-liebenden Mitmenschen partout auszuschließen war vielen doch etwas zu heftig. Das kann ich verstehen, denn es ist gerade ein Miteinander, das uns voran bringt. Aber was nun? Die ganze Werbekampagne abblasen? Lieber nehmen wir ein paar Anpassungen vor und dann wird weiter fleißig versucht, die Problematik ins Gespräch zu bringen. Ein kleines Wort soll dazu beitragen: ” Nur…”

Nur hetero ist out. Denn nur hetero ist einseitig, langweilig und ganz und gar nicht vielfältig. Wer heteronormativ denkt (also gar nicht auf die Idee kommt, dass es auch was anderes geben könnte), wer hetero als das alleinig gültige oder sinnvolle oder als das alleinig natürliche ansieht, ist sicher einen Schritt nicht mitgekommen. Unser Ziel ist es, allen ins Bewusstsein zu geben, dass es neben “hetero” auch noch schwul, lesbisch, bi, transsexuell, transgender, intersexuell, queer, questioning (also “sich noch fragend”), asexuell und all das gibt, wofür man noch keine Begriffe gefunden hat. Dies sieht man bereits im Programmheft zum CSD in Magdeburg. Hier haben wir bereits eine Anzeige mit dem erweiterten Slogan geschaltet. Wo er in nächster Zukunfst noch auftauchen wird … lasst euch überraschen. 😉

Hier übrigens ein paar Stimmen zur bisherigen Kampagne “Hetero ist out”:
– “Ich denke […] dass man darauf anspielen will, dass Gay ein Trend ist……deshalb ‘Hetero ist out’ […]”
– “‘is out’ wühlt auf bzw. fällt auf .. in den Zeiten von medialem Desinteresse und Abgestumpftheit durchaus ein Trumph, aber! es ist auch negativ besetzt und schafft damit auch solche Emotionen”
– “Also ehrlichgesagt finde ich den Slogan panne – wollen wir die Heten noch ein bisschen auf uns aufhetzen? Yaaaay…”
– “Hm, ganz schön plakativ, find ich … Als ob ‘hetero’ ein Makel wäre … Aber gut, ihr wollt damit sicherlich polarisieren …”
– “ich finde das hetero ist out total Überflüssig.”
– “‘Hetero ist out’… Homo ist demnach ein Trend?”
– “Sorry aber ich finde den slogan zum scheissen! […] Werdet euch keine freunde machen damit”
– “Ich find den Slogan so geil :D”
– “[…]irgendwie spür ich da schon nen frischen wind wehen.[…]”
– “‘was soll der scheiß o_O?!?’ -ist jetzt mein erster gedanke dazu gewesen[…]”
– “ich würde jetzt erstmal doof durch die Wäsche gucken und mir denken ‘hab ich was verpasst, oder ist jetzt bi.- homosexualität zum neusten Trend im 21 jahrhundert geworden’ ”
– “[…]oman ich versteh die Welt nicht mehr…wie kommt man auf so eine Idee?”
– “also es ist bei vielen angebohren […] Man kann nicht auf das andere Geschlecht stehen. Sowas wie dieses Plakat ist schwachsinn”
– “vlt ist mit dem plakat auch einfach nur gemeint, dass sich homosexuelle nicht mehr verstecken sollen und auf hetero tun, sondern sich einfach so zeigen sollen, wie sie es nun einmal sind”
– “Wow, die Überbevönews-nurlkerung muss ja echt bedrohlich sein. O_o”
– “[…] witziger Ansatz”
– “Ich würde so ein Plakat einfach mit Humor nehmen, ist doch ganz nett gemeint^^”
– “Ich würd’ ‘n Lachflash bekommen… :DDD Ich mein’ das ergibt irgendwie voll kein Sinn…”
– “Was geht Ihnen da durch den Kopf?” – “…dass ich mich umorientieren muss?”
– “…dass wir bald niemanden mehr haben, der in unsere Rente investiert […] der Tod einer jeden Nation”
– “Lustig…”
– “Sind wir nicht alle ein bisschen bi?”
– “Was geht Ihnen da durch den Kopf?” – “…na dass das dann auch irgendwo zu weit geht, oder?”
– “Warum sollte das out sein, es ist doch genauso in, wie alles andere auch.”
– “Ist das von irgendwelchen Schwulenaktivisten?”
– “Ist überhaupt irgendwie Sexualität in oder out? Kann man das so sagen? Eigentlich nicht, oder?”
– und viele mehr…

Dein Statement gegen Homophobie – das war der Rainbowflash 2012 in Magdeburg

News-Rainb2012Ca. 50 Teilnehmer kamen zum Rainbowflash, der am 17.5.2012 zum internationalen Tag gegen Homophobie auf dem Magdeburger Bahnhofsvorplatz stattfand. Damit war der Rainbowflash so gut besucht, wie erwartet. Zwischenfälle gab es keine. Nachdem jeder mit Ballon und Kärtchen versorgt war (was durchaus einige Zeit dauerte), machte Jugendgruppenleiter Robert noch einmal auf die fatalen homophoben Zustände in einigen Ländern aufmerksam, betonte, dass es auch in Deutschland noch Nachholbedarf gibt und erklärte, warum der internationale Tag gegen Homphobie gerade am 17.5. begangen wird. Danach begann die heiße Phase: Der Countdown. Gegen 18:45 Uhr wurde von 10 auf 0 herunter gezählt und darauf flog ein buntes Meer aus Botschaften in den Magdeburger Himmel über das Cinemaxx hinweg.
Fotos findet ihr unter dem Menüpunkt “Vergangenes” und auf unserer Facebook-Seite.

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02. – 04. März: Freistil – Jugend engagiert in Sachsen-Anhalt

ComeIN bietet wirklich für jeden etwas: Diesmal für diejenigen, die engagiert die Welt ein Stückchen verbessern möchten. Wir haben nämlich mit unserer Plakat-/Medienkampagne am Freistil – Jugendengagementwettbewerb teilgenommen. Eine Auszeichnung gab es zwar nicht, doch das macht uns nicht traurig, denn dabei sein ist alles und bei sooo vielen engagierten Projekten, die es dort zu bestaunen gab, haben es die anderen nur verdient! Ob wir nächstes Mal wieder mit dabei sind? Es liegt an dir! Wenn du dich im schwul/lesbishen Bereich engagieren möchtest, komm zu uns! Hier findest du Hilfe und auch tatkräftige Unterstützung.

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Was erwartet uns in diesem Jahr?

news-2012Jetzt gibt es keine Entschuldigungen mehr: Raus aus der Winterstarre und rein in das blühende Leben des Jahres 2012! Und was bietet es? Beziehungsweise, was bieten wir?
Zusammen mit dem LSVD Sachsen-Anhalt wird es wieder zwei Themenabende geben. So wird Dr. Dan Ghattas viel Wissenswertes und Interessantes zu Intersexualität erzählen, sowie auf Fragen und Diskussionspunkte eingehen. Außerdem soll es einen Themenabend mit dem Titel “Da bleibt noch viel zu tun – zur Situation von lesbischen, schwulen und transgender Kindern, Jugendlichen und Eltern” geben, der von Andreas Unterforsthuber und Ulrike Mößbauer moderiert wird. Genaue Termine stehen zwar noch nicht fest, aber wir sagen euch rechtzeitig bescheid. 😉

Ganz dick im Kalender eintragen könnt ihr euch den internationalen Tag gegen Homophobie am 17.5.2012. Hier wird Magdeburgs zweiter Rainbowflash stattfinden, an dem zahlreiche Ballons überall auf der Welt (und eben auch in Magdeburg) in den Himmel steigen und Botschaften gegen Homophobie über das Land senden. Los geht es auf dem Bahnhofsvorplatz (am City Carré) gegen 17 Uhr.

Und ein weiteres großes Event wirft seine Schatten voraus: Vom 10. bis 19. August findet in Magdeburg die CSD-Woche statt mit vielen kulturellen, sportlichen, informativen und Partyveranstaltungen. Der Christopher Street Day selbst wird am 18.8. gefeiert und wird, wie gewohnt, aus einer Parade und dem Straßenfest bestehen, wobei das Straßenfest dieses Jahr um die Ecke auf die Hegelstraße zieht.

Und wenn euch allein der Besuch solcher Veranstaltungen zu langweilig ist, dann helft doch einfach bei der Projektplanung und Durchführung. Hier ist jede Menge Spaß garan

Hetero ist out – Plakatkampagne geht über die Grenzen Magdeburgs hinaus

news-plakatschuleNun ist das Magdeburger Umland vollends versorgt! In einer Frühlingstour durch’s Jerichower Land und den Landkreis Börde wurden nun die dortigen Schulen mit unseren Plakaten und Flyern beglückt. Das heißt, Gommern, Loburg, Möckern, Möser, Burg, Zielitz, Wolmirstedt, Haldensleben, Erxleben und Niederndodeleben haben sie jetzt auch. Nun ist erst mal Schluss, denn unser Plakat- und Flyervorrat ist aufgebraucht. Aber wer weiß, vielleicht gibt’s ja bald die nächste Medienkampagne.

Und noch immer sammeln wir eure Meinungen. Was fällt euch spontan zu “Hetero ist out” ein? Schreibt uns oder postet es bei Facebook!

ComeIn im Kino – Die Gay-Kurzfilmnacht

news-gaykurzfilmnachtAllmonatlich kommt in ausgewählten Cinemaxx-Kinos einmal ein schwuler und ein lesbischer Film. Das Magdeburger Kino gehört zum Glück dazu. Also nutzten wir die Gelegenheit und besuchten einen besonderen filmischen Leckerbissen: Die Gay-Kurzfilmnacht!

Lucho hat sich in seinen sexy Nachbarn von gegenüber verguckt, Greg fällt im Familienurlaub nichts Besseres ein, als sich zum Miss-Fidschi-Schönheitswettbewerb anzumelden, Jérémie konkurriert mit seiner Mutter darum, in der Nacht flachgelegt zu werden, Maurice kann sich nicht zwischen seinem Freund und dem Arbeitskollegen seines Vaters entscheiden, Joe steht kurz vor seinem ersten Mal und Bobby fragt sich, ob sein gebrochenes Herz wieder heilt. All dies war zu sehen in den Kurzfilmen:

  • Blokes
  • Cappuccino
  • Spring
  • Franswa Sharl
  • L’Ami und
  • Bedfellows

Die Kurzfilmnacht begann im Cinemaxx am 20.2.2012 um 20 Uhr. Ihr konntet uns sowohl im Vorfeld in der Jugendgruppe treffen als auch vor dem Cinemaxx.

Nazis bannen und Kegeln gegen Rechts – das war die Meile der Demokratie

news-mddAuf der Meile der Demokratie am 14. Januar auf dem Magdeburger Breiten Weg nisteten wir uns im Stand des LSVD Sachsen-Anhalt, der AIDS-Hilfe Sachsen-Anhalt Nord und des CSD Magdeburg e.V. ein, um uns bekannter zu machen und um zu erfahren, was die Leute von unserer Plakatkampagne halten. Nachdem uns anfangs das Zelt mehrfach fast weggeflogen ist, machten sich Robert und Andreas auf den Weg, die Leute zu befragen. Heraus kamen interessante, erwartete, überraschende und auch lustige Statements.

Unsere beiden Interviewer schienen bei ihrer Tour viel Spaß zu haben und erlebten noch mehr. Laufend sahen sie sich mit Äpfeln konfrontiert, schlossen Bekanntschaft mit einem komplett pinken Schal und an einem Stand wurden sie prompt dazu eingeladen, spielerisch Nazis zu bannen (mit so genannten Bannringen, die zielgenau geworfen werden mussten) und gegen Rechts zu kegeln. Die quaderförmigen Kegel erwiesen sich jedoch als hartnäckig (wie Nazis halt so sind). Der Ball hatte lustige Sprungeigenschaften und landete natürlich im Rosenbusch. Aua.

Dann war da noch die Frau mit einem Lautsprecher in ihrer Handtasche und eine Ampel, die immer wieder auf rot geschaltet hat, wenn die beiden über die Straße wollten. Von der Nazidemo, die in der Nordhälfte der Stadt und über den Uniplatz verlief, haben sie auf der Meile allerdings nicht viel mitbekommen. Das große Polizeiaufgebot am Uniplatz beeindruckte aber und in den LSVD, der ja direkt am Platz liegt, kam man, wenn überhaupt, nur über Umwege.

Aber warum fand nun die Meile der Demokratie statt und warum kamen über 1.000 Nazis nach Magdeburg?
Im zweiten Weltkrieg, genauer gesagt am 16.01.1945 wurde die Stadt Magdeburg von Alliierten in Schutt und Asche gelegt. Diesen Trauertag nutzen Nazis aus, um mit Demonstrationen für ihre Ideologie zu werben. Doch es gibt Gegenbewegungen: Die Meile der Demokratie fand dieses Jahr schon zum 4. Mal statt und blockiert den Breiten Weg, sodass die Nazis nicht durch die Innenstadt laufen können. Hier wird also ein Zeichen für Demokratie gesetzt und für ein tolerantes Miteinander – für eine Atmosphäre, wie wir sie auch für uns brauchen, denn in den Konzentrationslagern der Nazis wurden damals tausende homosexueller Männer hingerichtet.

Hier ist das Resultat der Interviews:
HiO-MdD-Interviews by liontraffic

Anzeige:

die queere Sendung aus Magdeburg

jeden 4.Mittwoch im Monat um 18 Uhr eine neue Ausgabe